PIRANHA
Softly, Softly, Catchee Monkey das heißt auf deutsch soviel wie „mit Geduld und Spucke fängt man eine Mücke“. Oder „in kleinen Schritten zum Erfolg“. So heißt nicht nur das Debutalbum der Berliner Brokof, sondern so lautet auch ihr Motto. Drei Jahre ließen sie sich Zeit, um ihr Album im eigenen Studio aufzunehmen. Und darauf gibt es von beschwingt über countryesk bis lärmend von allem ein bisschen: das unbedarfte Smile, Indierock wie auf Here comes the man, das frickelige und leicht psychedelische Angels, gefälligen Indiepop wie in dem Mono aufgenommenen Devils & Sharks, das rauschende Lonesome Times, das klingt wie eine alte Kassette, oder das über siebenminütige This Place, das mit einem Chor beginnt und in einem Noisefinale endet, das an Deus erinnert. Hat sich also gelohnt, dass sie sich Zeit gelassen haben.
VISIONS
Songs wie Run Run Run oder Until the End klingen mit ihren Klaviersprengseln wie Fußspuren im Sand von Big Sur bei Sonnenuntergang. Dieser Sound, diese flehenden Melodien, diese wunderbar melancholische herzerwärmende Atmosphäre, das steht der Band so gut zu Gesicht.
SLAM MAGAZIN
Da war der Indi Gott wieder einmal äusserst gnädig! Alle Achtung vor Brokof, die bereits mit ihrem Debütalbum ein äusserst ambitioniertes sowie durch und durch durchdachtes und reifes Werk abliefern. Ganz gleich ob der musikalische Terminus nun mit Folk, Amerikana oder eben Indie definiert wird, Softly, Softly, Catchee Monkey ist vom tollen Opener Devils & Sharks bis hin zum finalen This Place mit feinsten Pop Songs durchkonzipiert. Dazwischen liegen solch kleine, versteckte Perlen wie Smile, die sich beim wiederholten Hören so richtig entfalten können und mit dermaßen Hingabe und Euphorie zelebriert werden, dass immer wieder Wilco als Referenz durch den Kopf schießen. Softly, Softly, Catchee Monkey bringt ein Gefuehl der Aufbruchsstimmung mit sich, welches Musikfeinspitze an den Two Gallants so sehr zu schätzen wussten. Was als nichts Anderes denn als grosses Kompliment für Brokof zu deuten ist.
LEGACY MAGAZIN
Perfektionismus und Gelassenheit, 10 Songs Indie-Pop mit grosser Liebe zum Detail. Zurueckgelehnte Sommer-Hymnen mit ein bisschen Vintage Feeling geben sich die Klinke der Tuer zu den Gehörgangen in die Hand, der Zuhörer kann kaum anders als sich hineinfallen zu lassen und das hier zu genießen. Softly, Softly, Catchee Monkey ist ein eindrucksvolles Debut von einer jungen Band, die den Pop verstanden hat und zehn richtig gute Songs geschrieben hat.
LEIPZIGER VOLKSZEITUNG
Ein äusserst ausgeruhtes Album, dessen Überschrift ungefähr von der Geduld und Spucke handelt, mit welcher der Volksmund die Muecke fängt. Den feinen Indie-Poprock zwischen traurigem Liedlein (Lonesome Times) und Noise-Epos (This Place) zeichnet ein Gespür für Melodien ebenso aus wie eine Produktion, die um die technischen Möglichkeiten weiß – und sie gerade deshalb nicht kopflos ausreizt.
TAZ
Bands wie Brokof werden heutzutage eigentlich nicht mehr hergestellt. Brokofs Debut wäre, sagen wir Mitte der Neunziger eine kleine Sensation gewesen. Damals hätte mann sie gelobt für den souveränen Umgang mit Elementen der Americana, des Folk und der britischen Pop- Tradition. Mann hätte die geschmackvollen Balladen mit den schrammeligen Gitarren ebenso bewundert wie die aufgeweckt cleveren Popsongs. Man hätte den abgeklärten Einsatz musikalischer Mittel gelobt, das breite Spektrum, das vom melancholisch verzögerten Marschrythmus bis zum fröhlich hüpfenden Kirmes-Groove der Single Smile reicht.
TAGESSPIEGEL
Ambitionierter Indie-Folk mit Popappeal ohne ueberfluessige Effekte, mit dem Herz voll Melancholie und dem Hang zu reduzierten Arrangements mit eigenwilliger Dynamik.
KIELER ZEITUNG
Ein wunderbar sanftes, gut abgehangenes Album, das Freunden von Bands wie The Notwist, Karate, Yo la Tengo oder Wilco gefallen könnte. Der Sound ist warm und organisch, stilistisch bewegen sich Brokof stets aufrichtig dem Pop zugeneigt zwischen Folk, Americana und Alternative Rock. Genug Material für ein neues Album haben sie längst zusammen. Wohin es führen soll? Wenn sich Brokof noch einmal mit der gleichen, ruhigen Aufrichtigkeit ihrer Musik widmen, sollte der verdiente Erfolg nicht lange ausbleiben.
INTRO
Brokof klingen ein bisschen britisch und ein bisschen verspielt in den großen Strukturen. Wenn zum Beispiel am Ende von Protect The Children diese E-Gitarre dröhnt, dann
durchläuft einen der wohlige Schauer, tolle Musik entdeckt zu haben. Dabei vermögen sie immer, dem Hörer sein wohliges Gefühl zu erhalten und die Klippen der Einfalt zu umschiffen. Da werden die Worte skandiert, wie es ansonsten nur Tom Barman von Deus vermag, da wird ein Noise veranstaltet, wie man ihn außerdem nur von Karate kennt.
ZITTY
Der Mann den sie Brokof nannten war ein Wanderer. Ein freier Mannn, der durch die Länder zog und seinem Freigeist folgte. Die Band, die sie Brokof nennen, nimmt sich an
diesem Mann ein leuchtendes Beispiel. Ihre Musik klingt sehnsuchtsvoll und frei, wie einstetiger Versuch, das Bild einer schneebedeckten Bergkette in drei, vier Akkorde zu fassen. Ob man das im Ergebnis dann Americana nennt oder Folk oder Roots oder einfach schön –das ist ziemlich egal.
ROCKSTAR MAGAZIN
Das Debüt der Berliner klingt so kuschelweich, da will mann sich gleich mal kurz im Kreis drehen...
SÄCHSISCHE ZEITUNG
Mit ihren Songs willl das Berliner Quartett zeigen, dass Trauer und Verletzbarkeit auch Stärken sein können. Und zwar genau dann, wenn man jene Melancholie ganz unprätentiösin feine vielschichtige Songgewänder kleidet. Und dass ihnen das gelingt, beweisen sie sogar schon auf ihrem Debütalbum in äusserst ausgereifter Form. Die zehn Stücke des Werks entwerfen geradezu eine farbig-gefiederte Landkarte aus Liedern, auf welcher sich die Hörer und Brokof, ähnlich wie die Zugvögel, frei treiben lassen können. Die Songs kommen dabei manchmal in bester Singer/Songwriter-Manier daher, während an anderer Stelle auch großer Pop auf entschlackte und sehr
angenehme Weise zelebriert wird.
STUTTGARTER ZEITUNG
Indiepop mit Folkeinschlag spielt die Berliner Band Brokof, die sich für ihr Debütalbum immerhin drei Jahre Zeit gelassen hat, um ihre Musik möglichst auf den Kern zu reduzieren und ihr somit auch mehr Wirkung zu geben. Freunde der Band Wilco könnte Brokofs Tun vielleicht sogar begeistern.
PRINZ
Wenn Brokof auf der Bühne stehen, dann wird schnell klar: diese Jungs haben etwas zu sagen.
BYTE FM
Brokof kredenzen Indie-Pop mit Folk & Noise im Stile von Wilco bis Velvet Underground, irgendwie altmodisch, und das tut sehr gut! Und weil die 4 in die analoge Produktion so viel Fleiß, Zeit und Herzblut gesteckt haben, klingen Brokof, als ob sie direkt in der Americana-Landschaft ihre Wurzeln haben. Brokof verhandeln in ihren Songs mit melancholischer Leichtigkeit die großen Themen, wie Liebe, Tod und Selbstsuche.
MOTOR
Brokof brillieren in der unprätentiösen Disziplin des Sich-Zurücknehmens und überzeugen mit einem virtuos austarierten Wechselspiel aus knarrend-introspektivem Songwritertum und lediglich angedeuteten, gelegentlich aber auch wolllüstig ausgelebten Noise-Exkursionen inmitten wohlig temperierter Melancholie.
TERZ
Am Besten aber das Debut dieses Berliner Vierers, das einen bereits bei Song eins abholt und erlöst und dann mit dem Knaller Smile noch mal einen Klotz ins Feuer legt. Und dann geht das so weiter und weiter und wird nicht schlechter, nur noch besser. Akustisch, oft Midtempo, Energie, passt alles. Können nicht alle hiesigen Bands so sein wie die, wenigstens ein bisschen? Einfach nur gut, einfach nur cool ohne Prätention, einfach nur gelassen, keine dämlichen deutschen Texte, keine Großmaul-Hosenscheißer, keine Bundesministerium-fürschwachsinnige-Goethe-Institut-Pop-Förderung, einfach nur da, einfach nur gut, einfach nur weitermachen, solange wie nur eben geht.
NEWS.DE
Softly, Softly, Catchee Monkey heißt das erste Album von Brokof. Der Albumtitel bedeutet übersetzt so etwas wie „immer schön mit der Ruhe”. Doch dieser Rat führt gewaltig in die Irre. Stattdessen ist Softly, Softly, Catchee Monkey eine Platte, mit der man sofort warm wird. Voller Hymnen, Pop-Sensibilität, Ausgelassenheit. Wilco, die Long Winters oder Pedro The Lion heißen die Paten. Hinter Brokof stecken vier Musiker, die in Berlin gemeinsam ein Tonstudio betreiben. Das hört man ihrem Werk durchaus an: Die Platte ist extrem ausgereift, hat aber trotzdem die Unbekümmertheit eines Debüts. Es gibt Gitarren-Wände, elegante Melodien und Lo-Fi- Lovesongs satt. Mit dem herrlichen Smile hält die CD sogar einen echten Hit bereit. Niemals werden Brokof dabei aufdringlich - und das macht Softly, Softly, Catchee Monkey um so beeindruckender.
ECHO ONLINE
„Gut Ding will Weile haben“ - so in etwa könnte man das im Oktober erschienene Werk Softly, Softly, Catchee Monkey von der Indie-Band Brokof übersetzen. Und es passt: Zum einen haben sich die vier Musiker Fabian Brokof, Arne Berger, Rocco Weise und Christian Kohler mit ihrem Debüt richtig viel Zeit gelassen - drei Jahre lang haben sie an den Liedern rumgewerkelt -, zum anderen ist die Platte herrlich entspannend. So vereinen sich eine gute Portion Gelassenheit mit der Perfektion der handgemachten Musik. Das klingt manchmal nach unendlicher Traurigkeit, mal nach der Freiheit eines Roadtrips.
MUSIC SCAN
Das geflügelte Wort, das den Titel für das Debüt-Werk von Brokof bildet, findet seine Entsprechung in der Entstehungsgeschichte des Albums. Softly, Softly, Catchee Monkey steht in der deutschen Übersetzung für „gut Ding will Weile haben“. Die Berliner haben satte drei Jahre investiert, in denen sie die Veröffentlichung der zehn Songs von langer Hand vorbereitet und im eigenen Studio produziert haben. Die zu hörende Liebe zum Detail und der zu unterstellende Hang zur Perfektion sind für die vier Musiker sicherlich fatal, doch für Interessierte sind sie der Garant dafür, dass es entlang des Weges einerseits viel zu entdecken gibt und die Tracks andererseits zu Ende gedacht und auf den Punkt gebracht sind. Es gilt allein allgemeine Kategorien wie Rock, Pop, Folk, etc. zu nennen, wenn man versuchen will, das Treiben von Brokof in Worte zu fassen. Die Berliner halten sich mit – eh unnötigen – Stilfragen erst gar nicht auf, sondern vertrauen auf ihre Intuition und schaffen interessante Songs zwischen großen Hooklines mit subtiler Pop-Kante und spartiger Indie-Kauzigkeit. Alle Stücke wirken positiv bestärkend und nicht nur deshalb sympathisch. Dank breiter Instrumentierung gibt es auf Softly, Softly, Catchee Monkey viele verschiedene Akzente und Stimmungen, so dass es im Verlauf der zehn Tracks unterhaltsam voran geht. Brokof haben gut daran getan, sich die Zeit zu lassen, die sie brauchten, um dieses gelungene Debüt fertig zu stellen.
NICOROLA
Ihr Indiepop mit Folkeinschlag weiß auf Anhieb zu gefallen. Eine Platte, die man gerne abends zum guten Glas Rotwein im Hintergrund laufen lässt..
FAST FORWARD
Was erstmal nach einer Gruppe ukrainischer Volkstänzer klingt, entpuppt sich beim Hören glücklicherweise als wunderbare Popband. Zehn enthaltene Songs sind zwar für die Zeit nicht gerade viel, dafür ist jeder Titel bis zur Perfektion ausgefeilt. Gut Ding will eben Weile haben! So ähnlich lässt sich auch der Titel des Albums übersetzen. Brokof sind einfach ungezwungen und wenn ihnen etwas in den Sinn kommt, gehen sie einfach in ihr eigenes Studio. Diese Leichtigkeit ist ein wichtiger Bestandteil, den es auch braucht, um den spielerischen Pop mit mehr oder weniger ernsten Texten zu versehen. Das ist sowas von gelungen! Mein absoluter Liebling auf dieser Platte ist der Titel Smile. Sicherlich werden mir da viele Hörer zustimmen. Jedesmal, wenn ich dieses Lied höre, geht meine Energieleiste wieder nach oben und die Endorphine reden mich mit Du an. Dazu kommt eine winzige Prise Melancholie. Diesen Zustand schafft sonst nur ein großer schwarzer Kaffee in Verbindung mit einer ganzen Tafel Schoki. Der Refrain übersetzt lautet „Die Liebe die du gibst, ist die Liebe die du bekommst.“ Das lässt sich durch die Eingängigkeit des Songs nicht nur gut mitsingen, sondern ist auch eine wunderschöne These! Unbedingt Video anschauen und automatisch Fan werden.
SHITE SITE
„Ganz ruhig, Brauner” will uns der Albumtitel sagen. Oder aber (für alle, die mit Richard Wagner nicht so viel anfangen können): „Ganz entspannt, immer schön langsam.” Das führt allerdings gewaltig in die Irre. Denn Softly, Softly, Catchee Monkey ist ein Album, mit dem man sofort warm wird. Voller Hymnen, Pop-Sensibilität, Ausgelassenheit. Wilco,
die Long Winters oder Pedro The Lion heißen die Paten. Die Platte ist extrem ausgereift, hat aber trotzdem die Unbekümmertheit eines Debüts. Wer der Sänger ist, bleibt leider ein Geheimnis. In jedem Fall erinnert seine Stimme aber stark an Markus Acher von The Notwist und Karl Wallinger von World Party. Auch das führt dazu, dass man sich hier unmittelbar zuhause fühlt. Devils & Sharks kommt zum Auftakt mit Kneipenklavier und Mundharmonika daher und verbreitet so eine famose Heiterkeit. Danach wird Smile sogar noch besser: Die Gitarre scheint ihre eigene Freiheit zu feiern, indem sie zu einem Polkabeat auf dem Tisch tanzt, der Rest ist pure Euphorie. Ein Hit.
Danach gibt es Gitarren-Wände (This Place), elegante Melodien (Queen Of Dirt) und Lo-Fi- Lovesongs (Lonesome Times) satt, manchmal stoisch wie Velvet Underground, manchmal ganz virtuos wie bei Electric Soft Parade, manchmal fast so durchgeknallt wie Clap Your Hands Say Yeah. Niemals werden Brokof dabei aufdringlich -
und das macht Softly, Softly, Catchee Monkey um so beeindruckender.
ROTE RAUPE
Alles in allem ein sehr gelungenes Debüt, das von der stilistischen Bandbreite charmant vertonter Momentaufnahmen lebt. Die unbeschwerte Mitsing- Hymne Smile, mit ihrem treibenden, Velvet Underground- artigen, Stakkato Piano entfaltet echtes Hitpotenzial.
ZOOLAMAR
Der Titel des Debütalbums der deutschen Band Brokof ist vortrefflich gewählt. Denn Softly, Softly, Catchee Monkey bedeutet soviel wie die Redewendung „Gut Ding will Weile haben”. Drei Jahre hat sich das Berliner Quartett Zeit gelassen, um ihren zehn Songs umfassenden Erstling zu produzieren. Zeit, die sich sehr gelohnt hat, denn dieses Album stellt eine reife musikalische Leistung dar, die einmal mehr die Wahrheit betont und belegt, dass Geduld sich am Ende immer auszahlt. Das könnten die deutschen Hoosiers und mehr werden. Ähnlichen Charakter und Pop- Verve vermitteln die Songs von Brokof. Wobei die deutsche Band weitaus mehr Mut beweist, weil sie der Melodie aus Melancholie kräftige Noise-Noten hinzufügt, was eine originelle, spannende Mischung ergibt. Sehr souveränes Songwriting trifft auf Experimentierfreude. Brokof, die offenbar auch eine Vorliebe für den Sound von Velvet Underground haben, gehen auf dem sehr vielschichtigen und abwechslungsreichen Debüt öfter aus sich heraus und vermitteln z.B. in Here Comes The Man den Willen, ihr zwischen Folk und Americana Feeling zu verortende Songgut durchaus avantgardistisch aufzubrechen. Angels lässt auch diese Ausbrüche zu, die den gewöhnlichen Songrahmen sprengen. Lonesome Times ist ein echtes akustisches Kleinod mit seiner Verfremdung in die amateurhaft home recording Atmosphäre – sehr wirkungsvoll. Clever! mit Goodbye folgt eine sechseinhalb minütige Songwriting-Perle, vor der jeder Hut zu ziehen ist. Wie da akustische Gitarre, Taktzähler, dezente Streicher, einfühlsamer Gesang und Piano den Song zunächst sanft gestalten, um ihn dann mit Arpeggio-Riffs und Marsch-Drums in eine andere Ebene zu eskortieren und wieder zur Erde zurückzuholen, ist ganz groß. Der Volltreffer des Albums. Der Lust an shuffelnden Pop-Rhythmen frönt danach wieder das leichtfüßige Queen Of Dirt. Und auch auch Run Run Run tänzelt etwas nachdenklicher über dieses Terrain – getarnt als Ballade, insgeheim aber doch pures Bekenntnis zum hymnischen Pop. Wirklich balladesk wird es dann im Folk verliebten Until The End, das sich nicht zu schade ist, die Band in all ihrer Vielseitigkeit auch in der getragenen Emotion zu verorten, die mal kurz bei den Beatles reinschaut. Diese Jungs haben wahrlich die ganze Bandbreite des Pop inhaliert und in ihren ganz eigenen Stil destilliert.
Das Album zählt für mich zu den ganz großen Neuentdeckungen des Jahres.
ZUCKERKICK
Einen echten Liedermacher-Pop-Geheimtipp haben derweil vier junge Musiker am Start, die sich Brokof nennen. Die Scheibe ist ein gefundenes Fressen für alle Fans des letzten Albums von Kenneth Minor, es werden einem aber auch lärmige Passagen um die Ohren gepfeffert, die allen Fans von Deus das Herz öffnen sollten. Softly, Softly, Catchee Monkey ist eines dieser Alben, das man nachts auf einer Studentenparty zufällig aufschnappt, das einen dazu bringt, sich in die nächste Sofaecke zu flaggen und das illustre Treiben um einen herum einfach mal als unbeteiligter Zaungast auf sich wirken zu lassen.
VIRUS.CH
Klingt amerikanisch, ist aber deutsch. Herllich reduziert, schon fast ein wenig retro..
FARREL MAG
Softly, Softly, Catchee Monkey heißt das neue – und allererste – Album der Band Brokof. Zu deutsch heißt der Titel so etwas wie „Gut Ding will Weile haben“. Und das kommt nicht von ungefähr: Drei Jahre hat es gedauert, bis das Debutalbum der vier Jungs aus Berlin fertig war. Die Songs darauf geben dem langen Vorlauf seit der Bandgründung 2007 recht; für ein Debutalbum klingt das, was Brokof abliefern, ungewöhnlich ausgereift und eigentlich so gar nicht nach einem Erstlingswerk. Es ist ein Album der großen kleinen Momente, eine CD voller nicht wehklagender Melancholie, das eine sanfte Ruhe beim Hören ausbreitet. Interessanterweise sind es trotz der überwiegend leisen Songs die, die ein bisschen lauter werden, die den bleibendsten Eindruck hinterlassen. Die besten Songs sind der Opener Devils & Sharks und das ebenfalls nach vorn gehende Run Run Run, die sich beide noch lange im Ohr festsetzen. Auch Queen of Dirt, This Place und Smile gehören zu den herausragenden Stücken. Inhaltlich geht es auf Softly, Softly, Catchee Monkey um die vielen Verluste des Lebens, um Hilflosigkeit, aber auch um Hoffnung und Akzeptanz dessen, was da kommen wird (in einem der größten Momente des Albums heißt es in Smile: „Sing yeah yeah yeah, sing I don´t care what will come, cause it will come“). Gegen Ende wird man noch von einer Nirvana-Referenz überrascht, als Sänger Fabian Brokof in Until the End deren Songzeile „All in all is all we are“ singt. Insgesamt haben die Berliner ein herausstechendes, sehr gelungenes erstes Album aufgenommen, das es verdient, von vielen Menschen gehört zu werden.
OH FANCY
Ein schickes und aufregendes Cover liegt hier vor unserem Tisch, die Menschen scheinen aufgebracht und erregt zu sein. Was mag da wohl passiert sein? Eine These, die dazu sehr naheliegend erscheint, ist natürlich die vom aktuellen Release Softly, Softly, Catchee Monkey der deutschen Band Brokof. Endlich könnte man meinen, hat es doch drei Jahre Ihrer Zeit in Anspruch genommen, bis Fabian Brokof, Arne Berger, Rocco Weise und Christian Kohler die eigene Platte im Studio fertig produziert hatten. Nicht umsonst bedeutet der Albumtitel übersetzt soviel wie „Gut Ding will Weile haben". Herausgekommen ist erstmal mit dem Opener ein Track, der nach diesen Zeilen ein leichtes Umdenken erfordert. Das Musikverständnis muss kurzzeitig neu geordnet werden bis die Gedanken bereit sind für die eigentliche Welt von Brokof: Eine kleine Welt aus Momentaufnahmen und deskriptiven Wahrnehmungen. Die Melodie zu diesem Anblick gleicht einer gefühlvollen Umarmung, die Gitarren wirken auf sympathische Art und Weise schüchtern, die Zeilen "I could not move, could not speak" dringen nachdenklich in unsere Gehörgänge und kreieren einen sanften Widerhall. Man will sich dessen hingeben und erfährt besonders im sehr unbeschwerten Stück Smile eine weitere Bestärkung. Ein wenig werden in Here Comes The Man die Erinnerungen an Jochen Distelmeyer erweckt, wenngleich der Stil von Brokof nur wenige Vergleiche zulässt. Softly, Softly, Catchee Monkey durchzieht auf seiner gesamten Länge eine angenehme Leichtigkeit, der sich gerne lauschen lässt und auch emotional keine Wünsche offen lässt. Insgesamt bleibt die Platte ein überdurchschnittliches Werk, erzeugt trotz den behutsamen Melodien eine grosse Dynamik und gewährt uns einen Augenblick für den kleinen Moment der inneren Ruhe.
DOSENMUSIK
Die vier Herren aus Berlin bewegen sich in ihren Stücken zwischen verträumt und melodisch, schwungvoll und sentimental. Mal ein beschwingtes Klavier mit etwas Percussions und Mundharmonika, mal starke Gitarren mit dominantem Bass. Darüber liegt immer die sympathische Stimme des Sängers und eine leicht melancholische
Grundstimmung. Klingt locker, leicht, frisch und glücklicherweise doch nie so ganz glücklich.
POPCONNECTION
„Sing yeah yeah yeah, sing I don't care what will come, cause it will come" heißt es in Smile der ersten Single von Brokof, die dieser Tage mit Softly, Softly, Catchee Monkey ihr Debüt unter die Leute bringen. Eben dieses Zitat könnte gleichsam auch als Motto für das gesamte Album gelten, da es ungemein unbeschwert und mit einer lange nicht mehr gehörten Leichtigkeit in die Gehörgänge und Beine geht. Auch wenn man für dieses Album drei Jahre der Arbeit auf sich genommen hat, hat man es geschafft, dass es nicht danach klingt. Es wirkt eher so, als hätten es hier vier Freunde mal eben an einem Wochenende zusammengeschustert, sich spontan auf das Nötigste beschränkend, was jeden einzelnen Song ausmacht, bzw. besonders macht. So klingt das Album der Berliner Band auch heterogen und daher abwechslungsreich. Wenn man den Stil trotzdem irgendwie zusammenfassen müsste, bliebe einem deswegen eigentlich auch nur der eher schwammige Begriff Pop; dieser jedoch mit vielen Einflüssen – allen voran des Folkes und der 60er. Das eröffnende Devils And Sharks beweist sich in schönster Americana-Tradition mit tragenden Akustikgitarren und Mundharmonika. Das bereits angesprochene Smile geht in eine ähnliche Richtung, erinnert durch das Piano aber eher an die Saloon-Szenen aus Lucky Luke. Dann kommt die angesprochene Abwechslung: Here Comes The Man klingt nach Rock und Angels setzt die vordergründige Anwendung der E-Gitarre in verhaltener Art und Weise fort. Richtig ruhig wird es dann in Lonesome Times, das vom Sound her im Gewand eines Demos nur mit Gesang und Gitarre daherkommt und in der Mitte der Platte als gelungenes Zwischenspiel fungiert, bevor mit Goodbye der eigentliche Hit des Albums erscheint, bei dem – wie bei allen anderen Liedern auch – die Gesangsmelodie und die Stimme auch völlig
alleine dastehen könnten. Die weiteren Songs bieten in punkto Abwechslung noch mehr. Ein detaillierte Erläuterung würde jedoch den Rahmen dieser Review sprengen, so dass man nur dafür plädieren kann, sich die Platte selbst bis zum Schluss anzuhören, um dieser Band eine Chance zu geben, die sie sich mit diesem Debüt mehr als verdient hat.
917 XFM
Von einigen Kritikern werden Sie in einem Atemzug mit der amerikanischen Band Wilco genannt, gemixt mit Surfpop und charmanten Klaviermelodien ist der Sound ganz rund.Softly Softly Catchee Monkey heißt das Debütalbum und bedeutet zu deutsch so viel wie „Gut Ding will Weile haben“. Vier Jahre hat sich die Band dafür Zeit gelassen. Da alles im eigenen Studio produziert wurde, hat keine Plattenfirma auf die Kostenbremse gedrückt. Die Ausdauer hat sich gelohnt: Sie klingt zuversichtlich, optimistisch und besonders der Song Smile zaubert einem ein Lächeln auf's Gesicht.